Eigene Gedichte und gesammelte Gedichte von anderen Hexen

Träume


Tagerwachen

Langsam steigt die Morgenröte aus der kühlen Nacht heraus.
Wagt die Sonne zart ein Leuchten, wirft schon Strahlen auf ein Haus.
Weckt die Menschen die drin wohnen, die noch schlafen oder ruhen.
Weckt sie auf für neue Taten, um ihr Tagewerk zu tun.
Nebel steigen aus der Heide, breiten ihre Schleier aus,
Kühe sind schon auf der Weide, halten ihren ersten Schmaus.
Langsam steigt die Sonne höher, hoch am Himmel, leuchtend hell,
soll ein heißer Tag noch werden, doch das Abendrot kommt schnell.

( von Ashira )

Liebe statt Hiebe

Alle Kinder wollen lachen, wollen miteinander spielen.
Wollen machen lustg`e Sachen und die Liebe von uns fühlen.
Brauchen Wärme und Verständnis, sind ja doch ein Teil von dir,
denn vergesse nicht, letztendlich, auch du warst ein Kind einst hier.
Auch du brauchtest Schutz und Liebe, Wärme, Halt und Zuversicht,
es ist nicht abgetan mit Hiebe, Hiebe helfen Kindern nicht.
Hiebe machen sie zu Krüppeln, voll von Frust und Herzensschmerz.
Machen ihnen tote Augen, hart den Mund und kalt das Herz.
Doch sie sollen Menschen werden, voll Erbarmen und Gefühl,
froh- mit Leben in den Augen, heißen Herzens und nicht kühl.
Doch dazu ist Liebe nötig, weil sie stark dann mit ihr sind,
Kinder wollen glücklich leben, Liebe braucht ein jedes Kind.

( von Ashira )

der Kindheit End

Die Nacht ist nun zu end- oh Graus,
schnell aus dem warmen Bett heraus.

Hinein ins Bad, mit Schaudern,
dreh's Wasser auf, voll Zaudern.

Benetzt die äußre Hülle frisch,
sitzt du nun an dem Frühstückstisch.

Bringst keinen Bissen runter,
trotz der Tortur, bist du nicht munter.

Gedrängt nun in die Welt des Schaffens,
musst du dich müd und schwach aufraffen,

das Sozialprodukt zu steigern,
da hilft kein jammern und kein weigern.

Denkt mancher in des Morgens Kühle:
"Wie müd und mies ich mich auch fühle,

auch dieser Tag geht mal vorbei,
wie ich mich auf den Abend freu."

Doch freu dich nicht zu früh, mein Sohn,
der nächste Morgen lauert schon.

( von Ashira )

Liebe

Hüllst du dein Herz in Schweigen, schützt du es zwar vor Leid.
Des Schmerzes wildem Treiben, davon bist du befreit.
Doch denk daran du Zweifler, das größte du nicht kennst,
wenn du mit solchem Eifer, des Herzens Stimme hemmst.
Dies Höchste ist die Liebe, sie gibt uns Menschen Licht.
Dazu sind wir geboren, sie ist des Menschen Pflicht.
Willst du im Licht nun Leben, und nicht in Dunkelheit,
so musst du Liebe geben, sie dann dein Herz befreit.
Befreit von allen Zweifel, weil stark, du mit ihr bist,
Gott hat sie uns gegeben, weil er die Liebe ist.

( von Ashira )

Nur ein

Nur ein, das ist ein traurig Wort, voll Hochmut und voll Eitelkeit.
Nur ein, das scheut die Liebe fort, nur ein, wie ist der Demut weit.
War nur ein, und es tritt, dein Fuß ,das kleine Leben tot,
war nur ein Spinnlein, das da litt und nur des kleinen Spatzen Not.
War nur ein Käfer, nur ein Tier, mit nur ein, ist es abgetan,
doch sag, wie geht es Seele dir, trittst du den Himmelweg einst an.
Spräche er zu dir, der große Herr, über Sonne, Regen, Wind,
spräche er zu dir, der große Gott:
"Es war ja nur ein Menschenkind."

( von Ashira )

Vergangene Träume

In meinen Herzen ist es dunkel,
Traurigkeit, macht es mir schwer.
Gedanken an vergangne Zeiten,
verstärken mir den Schmerz noch mehr.
Vorbei die Tage die wir fröhlich,
als wir uns liebten, glücklich war´n.
Vorbei sind auch der Jugend Tage,
und tief im Herzen, da ist Harm.
Nach langem sah ich dich nun wieder,
allein dein Anblick tat mir weh,
mein Herz, wie ein verstörter Vogel, wie ein verletztes, scheues Reh.
Es war nur eine Klein Sekunde,
und doch- dein Bild drang tief ins Herz.
Gedanken an vergangne Zeiten-
nur was zurückbleibt,
ist der Schmerz.

( von Ashira )

Zeitgedanken

Die Zeit verrinnt wie Sand,
am weiten Meeresstrand,
mit jedem Stundenschlag,
verlöscht der kurze Tag.
Der Lebenskampf ist bitter groß,
ein jeder ringt mit seinem Los.
Bis dass der hohe Gast,
uns mahnt zur ew`gen Rast.
Die Glocke ruft dir leise zu,
bei ihm ist Ruh, bei ihm ist Ruh.

( von Ashira )

Sommerhitze

Sonne, nichts als heiße Sonne,
brennt vom Himmel grell hernieder,
und in der heißen Sommerwonne ,
sehn ich mich nach Regen wieder.
Nächte, nichts als heiße Nächte,
machen bang und schwer das Herz.
Wenn nur Regen Kühlung brächte 
und auslösche meinen Schmerz.
Überall, wohin ich schaue,
braun verbrannt, ist grünes Gras,
schöne Erde, ich bin traurig,
weil du nicht kannst werden nass.

( von Ashira )

Fernweh

Im Herzen kommt die Sehnsucht auf,
die Welt zeigt des Frühlings Grüße.
Des Herzensschmerz gleicht Drängen nun
wenn ich ihn zu deuten wüsste.

Die Augen wandern zum Firmament,
das strahlend blau sich wölbt.
Das Weiß der Wolken zieht darin,
Gedanken wandern in die Welt.

Zu Orten die so weit entfernt,
zu Völker die so anders sind.
Pulsierendes Leben einer Stadt,
Träume entstehen, wie bei einen Kind.

Fernweh heißt der Herzensschmerz,
der immer kommt, wenn die Welt erwacht.
Der dein Innerstes zerreißt,
und dich nicht schlafen lässt des Nachts.

Du kannst ihn stillen, wenn du reist,
doch nicht für immer, das ist der Lauf,
denn, immer wenn die Welt erwacht,
kommt Sehnsucht in deinem Herzen auf.

( von Ashira )

Glaube

Wenn ich die Natur betrachte,
wie wunderbar und erhaben sie ist.
Schönheit in der kleinsten Blume,
Vogelsang zu Gottes Ruhme,
dann glaub ich fest, ich bin ein Christ.

( von Ashira )

Medaille

Ich bin die Finsternis, die die erstrahlt in heller Glut ...
Ich bin die Stille, die melodisch klingt ...
Ich bin ein Lügner, der stets die Wahrheit spricht ...
Und ich bin der Narr, der immer ernst und logisch denkt ...

Kurz bin ich das Unmögliche, das möglich wird ...

Doch bin ich auch das Licht, das keine Wärme kennt ...
Das Lied, das weder klingt noch singt ...
Ich bin ein Schlauer, der stets das Dümmste tut ...
Und ein ernster Mann, der nur albern tut ...

Eine Medaille, die 2 Seiten kennt ...

Ich bin dein bester Freund und ärgster Feind ...
Der, der dich am lichten Tage wandern lässt oder auch in tiefster Nacht ...
Ich bin der, der dir Erfüllung bringt, dir aber auch die Leere schenkt ...

Zwei Seiten, die Unmögliches möglich machen...
Jede auf seine eigene finstere oder lichte Weise ...

Den ich bin das Wesen, das man Schicksal nennt ...

Nun stehe auf und erkenne deine Kraft, greif nach mir und wage es ...
Oder lass dich von mir tragen auf einen unbekannten Pfad, den du nicht bestürmen magst ...
Geplagt von Bildern und Stimmen die dir sagen, was du hättest vollbringen können und was dir entronnen ist ...

Diese Bilder die ich meine sind deine Träume, die du nie ergriffen hast, die dich nun ewig plagen ...
Drum lass dir sagen, lass niemals deine Hoffnung fahren ...

( von GorunNova )

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